Air Force Two in Emmen
22.06.2026 & 23.06.2026
Die ganze Welt schaute gespannt auf die Friedensgespräche auf dem Bürgenstock. Somit stand die Schweizer Luftwaffe kurz nach dem G7 Gipfel von Evian wieder im Einsatz zur Sicherung des Luftraums. Ebenfalls im Dauereinsatz stand der Flugplatz Emmen, der Besuch aus den USA bekam und als Drehkreuz der fliegenden Logistik diente.
Leider war von der kurzfristig verhängten Luftraumeinschränkung auch die General Aviation betroffen. Rund um den Bürgenstock wurde in einem Radius von 25 nautischen Meilen (NM) eine Flugverbotszone eingerichtet. Dadurch kamen Unternehmen wie Pilatus sowie verschiedene Helikopterbetriebe zeitweise zum Stillstand. Der Flugplatz Emmen diente hingegen als logistische Drehscheibe für die US-Delegation. Zahlreiche Transportflugzeuge des Typs Boeing C-17 Globemaster III brachten Material und Ausrüstung in die Zentralschweiz. Erwartet wurde der US Vizepräsident JD Vance, der schliesslich tatsächlich anreiste. Zu seinem Tross gehörten zwei Maschinen des Typs Boeing C-32 sowie eine Gulfstream C-37B. Standesgemäss ging es mit dem Call Sign Air Force Two zurück in die USA.
Air Force Two ist nicht der Name eines bestimmten Flugzeugs, sondern das offizielle Funkrufzeichen (Call Sign) für jedes Flugzeug der US Air Force, in dem sich der Vizepräsident der Vereinigten Staaten befindet. Dasselbe Prinzip gilt auch für Air Force One beim Präsidenten. In der Regel wird als Air Force Two meist eine Boeing C-32 eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine militärisch umgerüstete Version der Boeing 757-200. Die Maschinen verfügen wie die Air Force One des Präsidenten ebenfalls über Büros und Konferenzräume sowie eine verschlüsselte Satelliten- und Funk-Kommunikation. Vermutlich besitzen die C-32 auch verschiedene Schutz- und Abwehrmassnahmen.


























