20 Jahre Hunterverein Interlaken
11.08.2012
Am 11. August 2012 feierte der Hunterverein Interlaken seinen 20. Geburtstag. Zu den Gratulanten gehörten auch die Patrouille Suisse sowie der Hunterverein Obersimmental und die Amici dell'Hunter. Von 1958 bis 1994 war Interlaken eine Fachstelle für die Hunter-Kampfflugzeuge der Schweizer Luftwaffe.
Der gerettete Blue Hunter von Interlaken
Es erstaunt nicht, dass sich in Interlaken ein Verein gründen konnte und der mit dem J-4007 auch gleich einen Hunter vor der Verschrottung retten konnte. Der Hunter J-4007 wird zwar nicht mehr fliegen, hat aber weiterhin ein funktionsfähiges Triebwerk und wird vom Hunterverein Interlaken liebevoll umsorgt. Mitarbeitende des BAMFs Interlaken haben damals auch die Hunter J-4018 und J-4152 vor der Verschrottung bewahrt. Der J-4018, der ursprünglich ebenfalls dem Verein zugesprochen worden war, ist heute als Gate Guard auf dem Gelände der RUAG ausgestellt. Der-4152 steht heute im Flieger Flab Museum Dübendorf. Beim J-4152 handelt es sich um den letzten gebauten Hunter Einsitzer.
Während der J-4152 nach Dübendorf transportiert wurde, verblieb nebst dem J-4018 auch der J-4007 im Berner Oberland und ging in den Besitz des Huntervereins Interlaken über. Auch die ehemalige Fliegerstaffel 7 setzte sich für den Erhalt des Hunters ein. Die Staffel war von 1984 bis 1991 auf dem Militärflugplatz Interlaken stationiert und kehrte 1994 für einen letzten Einsatz dorthin zurück. Der J-4007 ist jener Hunter, der 1989 von der Fliegerstaffel 7 den blauen Anstrich "Blue Hunter" erhielt. Diese Sonderbemalung trug die Maschine allerdings nur während drei Tagen. Im Gegensatz zu heute waren Sonderbemalungen an Militärflugzeugen von der Armeeführung damals weder erwünscht noch toleriert.
Fliegende Glückwünsche für den Hunterverein Interlaken
Nebst der Patrouille Suisse nahmen auch der Papyrus Hunter HB-RVS des Huntervereins Obersimmental sowie der Hunter HB-RVR der Amici dell'Hunter aus Sion am Geburtstagsfest in Interlaken teil und überbrachten ihre Glückwünsche mit eindrucksvollen Flugeinlagen. Der Papyrus Hunter war nun eine längere Zeit im Unterhalt. Während knapp drei Jahren wurde er einer Grosskontrolle unterzogen. Sein erster Flug führte ihn sogleich nach Interlaken. Eine PC-7 (T7-FMA) vom Fliegermuseum Altenrhein zeigte ein kleines Kunstflugprogramm. Seit Kurzem kann man die Maschine wieder in der Luft sehen. Beim PC-7 handelt es sich um den ehemalige A-907 der Schweizer Luftwaffe, welcher Ende 2009 ausgemustert wurde. Seit Sommer 2011 fliegt die Maschine für das Fliegermuseum Altenrhein. Wegen der Topografie musste die Patrouille Suisse das Programm etwas anpassen. Trotzdem zeigte das Schweizer Kunstflugteam eine beachtliche Vorführung. Einmalig war der erste Überflug, als sich die Formation im Tiefflug aus dem Lütschinental dem Flugplatz näherte und die Vorführung sogleich eröffnete. Damit hatten die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer wohl nicht gerechnet.
Ebenfalls wieder in der Luft ist die ehemalige Alouette III V-208, nun registriert als HB-XXM. Im Gegensatz zum PC-7 konnte diese in der Schweiz zivil registriert werden. Eigentümerin ist die Alouette Swiss AG. Bei ihrer Ankunft wurde die Maschine von einem Super Puma der Schweizer Luftwaffe begleitet. Unter den Gratulanten befand sich auch die SE.3130 Alouette II, ehemals V-63 und heute als HB-XYB registriert. Ebenfalls im Besitz der Alouette Swiss AG. Zudem präsentierte die Swiss Helicopter AG ihr SA.315B Lama HB-XTM in den Farben der früheren BOHAG und die Rega verlegte ihre Basis von Wilderswil an die alte Piste von Interlaken. Gut 12'000 begeisterte Hunter-Fans erlebten eine grossartige Geburtstagsfeier. Heute zählt der Hunterverein Interlaken gut 380 Mitglieder.














































