Hunterfest St. Stephan 2004
21.08.2004
Am Hunterfest 2004 wurde der 10. Geburtstag des Huntervereins Obersimmental gefeiert. Mit diversen Vorführungen der Hunter, einer grossartigen Darbietung der Patrouille Suisse und mit viel Wetterglück genossen unzählige Zuschauerinnern und Zuschauer einen perfekten Tag in St. Stephan.
Der Ursprung des Huntervereins Obersimmental liegt bei der Fliegerstaffel 15 und ihrem Hunter J-4040. Während des letzten Wiederholungskurses (WK) der Staffel im November 1993 erhielt die Maschine ihre markante "Papyrus"-Bemalung. Diese lehnt sich an das Staffelwappen an, das einen Papierflieger zeigt. Um den Hunter vor der Verschrottung zu bewahren und langfristig zu erhalten, wurde 1994 der Hunterverein Obersimmental gegründet. Ursprünglich war geplant, die Maschine auf dem Flugplatz öffentlich auszustellen. Ein Sponsor für den Betonsockel sowie ein geeigneter Standort waren bereits gefunden. Schliesslich reifte jedoch der Entschluss, den J-4040 wieder flugfähig zu machen. Dieses ambitionierte Vorhaben gelang: Der ehemalige Militärjet konnte unter der zivilen Immatrikulation HB-RVS wieder in Betrieb genommen werden. Seinen Erstflug mit der neuen Registrierung absolvierte er am 18. August 2000.
Wenn die Hunter den Himmel erobern
So durfte am diesjährigen Hunterfest der 10. Geburtstag des Huntervereins Obersimmental gefeiert werden mit dem Papyrus Hunter im Mittelpunkt. Doch die vielen Hunter-Fans brauchten etwas Geduld. Nachdem das Wetter am Vormittag noch recht bescheiden war, besserten die Verhältnisse über Mittag und pünktlich auf das Nachmittags-Programm hin gab es blauen Himmel mit ein paar kleinen Quellwolken. Insgesamt waren vier Hunter sowie ein Vampire im Flugprogramm und zeigten ein paar eindrückliche Formationen und Solo-Displays. Zum Jubiläum des Huntervereins flog auch die Patrouille Suisse am Hunterfest und überreichte so die Glückwünsche der Luftwaffe. Die PS zeigte zusammen mit dem Papyrus Hunter zwei gelungene Überflüge. Geflogen wurde der Papyrus Hunter vom letzten Kommandanten der Fliegerstaffel 15, Ueli Leutert. Auch der einzige Schweizer Astronaut, Claude Nicollier, stand im Flugprogramm in St. Stephan. Er flog den Hunter HB-RVW vom Museum Clin d’Ailes aus Payerne, den ehemaligen J-4203. Der Erstflug unter der zivilen Registrierung HB-RVW fand erst kürzlich am 18. Mai statt. Ebenfalls im Mai nahm das Fliegermuseum Altenrhein (Hunter Flying Group) den zweiten Doppelsitzer, den HB-RVV (ex J-4206) mit dem Namen "Double Victory", in Betrieb. Damit sind derzeit acht zivil zugelassene Hunter in der Schweiz im Einsatz.
Es gibt wohl kaum eine schönere Kulisse für eine Airshow als St. Stephan. Idyllisch eingebettet zwischen Rinderberg und Albristhorn präsentierte sich der ehemalige Réduit-Flugplatz von seiner besten Seite. Und hätte nach der Ausmusterung der Hunter-Flotte jemand behauptet, dass bereits zehn Jahre später wieder vier Hunter gleichzeitig über St. Stephan zu bestaunen sein würden, hätte man ihn wohl für verrückt erklärt. Dass der ehemalige Militärjet heute noch fliegt, ist vor allem der grossartigen Arbeit der unzähligen Helfer, Mechaniker, Piloten und des Wartungspersonals zu verdanken.








































