Mirages F1 in Payerne 2014
28.03.2014
Die Armée de l’air wird diesen Sommer die Mirage F1 ausmustern. Für einen kleinen Abschiedsbesuch weilten vier Maschinen Ende März für einen Nightstop in Payerne. Für die Starts der leichten Mehrzweck-Kampfflugzeuge kamen ein paar Dutzend Fotografen zusammen.
Auch die Schweizer Luftwaffe konnte Erfahrungen mit der Mirage F1 sammeln. Nach der Ausserdienststellung der Mirage III flogen Schweizer Austauschpiloten auf französischen Mirage F1, um das Wissen und die Erfahrung im Bereich der Luftaufklärung zu erhalten und fortzuführen. Ein besonderer Höhepunkt war das Fliegerschiessen auf der Axalp im Jahr 2006, als zwei Mirage F1 im Rahmen einer einmaligen Vorführung zu sehen waren.
Die von Dassault Aviation entwickelte Mirage F1 absolvierte ihren Erstflug am 23. Dezember 1966 und wurde ab 1973 in Serie gefertigt. Im Gegensatz zur Mirage III verfügte sie über einen konventionellen Tragflügel in Pfeilform statt über eine Deltaflügelkonfiguration. Diese Konstruktion ermöglichte tiefere Geschwindigkeiten und kürzere Start- und Landestrecken. Je nach Ausführung wurde die Mirage F1 als Abfangjäger, Jagdbomber oder Aufklärungsflugzeug eingesetzt. Insbesondere die Aufklärerversion Mirage F1 CR spielte bei der französischen Luftwaffe eine wichtige Rolle.
Insgesamt entstanden rund 730 Exemplare in verschiedenen Versionen. Davon erhielt die französische Luftwaffe 251 Maschinen. Die Mirage F1 wurde zudem in zahlreiche Länder exportiert und bewährte sich über Jahrzehnte in unterschiedlichen Einsatzgebieten. Nach rund vier Jahrzehnten im Dienst der französischen Luftwaffe geht ihre Einsatzgeschichte am 14. Juli 2014 zu Ende. Anlässlich der traditionellen Militärparade zum französischen Nationalfeiertag auf den Champs-Élysées werden die letzten französischen Mirage F1 ihren letzten öffentlichen Überflug absolvieren. Damit wird ein bedeutendes Kapitel der französischen Militärluftfahrt zu Ende gehen.






























