Militärflugplatz Locarno 2015
04.11.2015
Im sonnigen Tessin, eingebettet in die Magadinoebene, nimmt die fliegerische Laufbahn vieler Schweizer Militärpiloten ihren Anfang. Seit 1941 nutzt die Schweizer Luftwaffe den Flugplatz Locarno als Ausbildungsstandort, dessen günstige Wetterbedingungen und weitläufige Lufträume ideale Voraussetzungen für die Pilotenschulung bieten.
Der Flugplatz Locarno wurde 1939 eröffnet. Seit 1941 nutzt auch die Schweizer Luftwaffe die Magadinoebene als Standort. Über Jahrzehnte bildeten die Flugzeuge Bücker 131 und Bücker 133 die Grundlage der fliegerischen Grundschulung, bevor die angehenden Piloten auf anspruchsvollere Flugzeugtypen umgeschult wurden. Dazu gehörten später der Pilatus P2 und der AT-16. Ab 1956 kam während 27 Jahren der bewährte Pilatus P3 zum Einsatz. Heute dient der PC-7 der Pilotenausbildung. Neben den PC-7 und PC-6 sind in Locarno regelmässig auch PC-9 stationiert. Von dort aus fliegen sie Einsätze zur Unterstützung der Fliegerabwehr auf dem Schiessplatz S-chanf im Engadin.
Die günstigen Wetterverhältnisse machen Locarno zu einem idealen Standort für die fliegerische Ausbildung. Hinzu kommen die weniger stark frequentierten Lufträume südlich der Alpen, die im Vergleich zu denjenigen nördlich der Alpen zusätzliche Vorteile bieten. So gehört es heute schon fast zur DNA der Schweizer Luftwaffe, dass junge Piloten ihre fliegerische Laufbahn im sonnigen Tessin beginnen.
Darüber hinaus erfüllt Locarno eine wichtige Funktion als Lufttransportbasis südlich der Alpen. Von hier aus kann die Luftwaffe bei Bedarf auch subsidiäre Einsätze zugunsten der Zivilbevölkerung durchführen, beispielsweise bei der Bekämpfung von Waldbränden oder nach Naturkatastrophen. Der Militärflugplatz Locarno ist Bestandteil des zivilen Flugplatzes Aeroporto Cantonale di Locarno. Auf dem Areal sind unter anderem die beiden Helikopterunternehmen Eliticino-Tarmac und Swiss Helicopter ansässig. Zudem dient Locarno der REGA als Einsatzbasis.



















































